Die Verwendung dieses Artikels für gewerbliche Zwecke, z.B. Abbildung auf anderen Webseiten, Zitierung in Zeitschriften, ist nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung vom DJNETZ gestattet. Bitte nehme Kontakt mit der DJNETZ-Redaktion auf, sofern Du diesen Artikel verwenden möchtest.
DJ-Meeting 2004 (Location: Turbinenhalle / Oberhausen)
Kategorie : Messen
Veröffentlicht von Sidewinder am 01.06.2002

DJ-Technik

Wie jedes Jahr so wurde auch dieses Jahr die Turbinenhalle in Oberhausen zum grossen Treffpunkt von DJ´s, Produzenten, Technik-Herstellern, Presse und Leuten die auch nur irgendwie mit dem DJing zu tuen haben.

Ecler

Der Stand von Ecler war sehr kompakt und bot eine Auswahl aller Ecler Mischpult Serien. Schön übersichtlich und geordnet präsentierte sich an der einen Seite die SMAC Serie und auf der anderen die HAK Serie mit den wohl bekannten Mischpulten. Mittig war ein ein Soundsystem mit dem neusten Flagschiff von Clubmixern dem „Nuo 5“ aufgebaut. Sehr unauffällig gelegen, konnte man doch bei Ecler einiges entdecken. Denn das neue "Nuo 5" ist nicht einfach ein Mischpult sondern hat einen komplett vom Bediener wieder progammierbaren Effektprozessor.

Ecler Nuo 5

In Ecler´s Katalogen wird der Mixer mit folgendem Satz angekündigt: „World´s first club mixer with reprogrammable effect processor“. Das 5-Kanal Mischpult bietet ein USB Interface über das sich mit jedem PC die Effekte mit der beigeliefert Software „edi:lab_1.0“ bearbeiten lassen. Die internen beat-synchronisierten Soundprozessoren verfügen über verschiedenste Funktionen, wie L.F.Os, Manual HP Filter, Manual LP Filter, Delay, Reverb, Pitch, Flanger, Phaser und Filtered Echo (Band Pass). Die Intensivität der Effekte lässt sich perfekt per Master Effekt Level Regler und Dry und Wet FX Mix Slider einstellen.

Pioneer

Bei Pioneer gabs so einiges interessantes zu sehen. Auf einer relativ grossen Fläche lag Pioneers Hauptaugenmerk ganz klar auf dem neuen DVJ-X1, einem DJ-DVD Player. Schon seit längerem in den Fachzeitschriften beworben konnte man sich vor Ort erstmal ein Bild von der "Entertainment Revolution" machen, wie es so schön im Pioneer Hochglanz Datenblatt angepriesen wird. Ausserdem präsentierte Pioneer das Flagschiff der CDJ Serie den CDJ 1000 und die neue Generation von Pioneer Battlemixern. Pioneer hat den Einstieg in den Battlemixer-Markt mit zwei Modellen vollzogen. Den DJM 707 und dem DJM 909. Grösster Unterschied ist wohl die Effekteinheit im DJM 909, die ein vielfaches der Effekte eines DJM 500/600 Mischpultes bietet.

Pioneer DVJ-X1

Ganz klar ist die Design-Verwandschaft zu Pioneers restlicher CDJ Reihe und vorallem zum Flagschiff dem CDJ 1000 zu erkennen, nur wenn man erstmal vor dem Gerät steht, sind die Grössenverhältnisse ein wenig anders. Der DVJ ist sehr gross zählt mit Abmessungen von fast 35 cm breite und einer Tiefe von 45 cm nicht gerade zu den Geräten der Kompaktbauweise.
Auch bei Pioneers neustem Streich kommt wieder die bewährte Jog-Wheel Technologie ins Spiel und ermöglicht ein sehr gutes Handling des Player.

Der Player unterstützt laut Pioneer verschiedenste Medien wie DVD-Video, DVD-R im Video Mode oder auch jegliche CD/CD-R/CD-RW. Die Video Signale werden am Player über 2 verschiedene Ausgänge ausgegeben. Einer davon ist ein separater Monitor Ausgang. Der reguläre Ausgang ist entweder über einen Komponent Videoausgang oder wahlweise über einen RCA oder BNC Komposit Ausgang zu nutzen. Für den den Monitor steht ein Komposit-Videoausgang in RCA oder ein S-Videoausgang in 4 Pin Mini Ausführung zur verfügung.
Im Testaufbau verwendete Pioneer zwei mal den DVJ-X1 angeschlossen an eine DJM 600 (Audio) und ein Videomischpult einer Fremdfirma. Pioneer versicherte aber das es ein passendes Videomischpult als Erweiterung zum DJM 600 geben würde. Leider war davon noch nichts zu sehen. Die Wiedergabe und das Bearbeiten der diversen Videos wurde auf die Wand der Turbinenhalle projeziert und man es wurden so einige Effekte gezeigt, die aber zu grössten Anteil dem Videomischpult der Fremdfirma entsprangen!



Technische Daten:
Discformate DVD Video, DVD-R (Video Mode), DVD-RW (Video-Mode), CD/CD-R/CD-RW
Stromversorgung AC 100V (50/60 Hz)
Stromverbrauch 42 Watt
Gewicht 7,3 kg
Maße (B x H x T) 348 x 128 x 451
Video Ausgang Komposit Videoausgang: RCA (1), BNC (1)
Komponent Videoausgang BNC (1)
Vorschau Videoausgang Komposit Videoausgang: RCA (1)
S-Videoausgang: BNC (1)
Audio Ausgang Audio-Ausgang 2 Kanal RCA (1)
Digital Audioausgang (koaxial) RCA (1)
Frequenzbereiche 4 Hz - 20kHz
4 Hz - 44 kHz
DVD (96kHz)
Signal Rauschabstand 115db und höher (JEITA)
Klirrfaktor 0,006% (JEITA)
Andere Eingänge Kontroll-Terminal 3,55 mm Mini DIN


Fazit:
Auf jeden Fall ein grosser Schritt für das Vjing, nur muss die Technik in den Playern noch ein wenig optimiert werden. Fragt sich nur wann die nächsten Firmen nachlegen werden und der Markt ins Rollen kommt.

Pioneer DJM 707/909

Bisher nicht im Markt für Battle Mixer aktiv hab Pioneer nun zwei Modelle ins Rennen gegen Vestax, Rane & Co geschickt. Zum einen den reinen klassischen 2-Kanal Battlemixer vom Typ DJM 707 und zum anderen ein Battlemixer der neuen Generation ausgestattet mit einer Effekteinheit.

DJM 707

Pioneers Battlemixer kann sich wirklich so nennen, denn alle Features, die einen Battlemixer ausmachen sind vorhanden. Der Crossfaderwiderstand ist einstellbar, die Fadercurve und auch der Aufbau sprechen dafür das Pioneer sehr qualitative Arbeit geleistet hat. Die Drehregler und Fader sind in gewohnter Pioneer Qualität und durch den optischen "Non-Contact" Cross-Fader ist Pioneer auch in Sachen Battlemixer Spizenklasse.

DJM 909

Der Unterschied zwischen den Zahlen 707 und 909 ist optisch unverkennbar. Das DJM 909 fällt durch einen grossen Touch-Screen und viel mehr Regler und Knöpfe auf. Was man damit alles machen kann, dass ist die neue Effekteinheit. Über 50 Effekte können auf jeden der beiden Kanäle angewendet werden, die Einstellung erfolgt über ein Touch Screen Display und Regler für die Standard Parameter wie z.B. "Mix Depth".

Technics

Der Technics Stand wirkte doch ein wenig bescheiden, dafür dass sich eine Marke schon seit Jahren so im DJing etabliert hatte. Technics setzte auf Bewährtes und auf Neues. Bewährt seit Jahren ist die Turntable Linie SL 12XX mit Ihren mittlerweile doch recht vielen Modellen. Technics hatte sie so gut wie alle da und auch die in Gold erstrahlende Special Edition seiner SL-1210. Neues gabs aber auch bei Technics. Der heissbegehrte Technics CD Player SL-DZ 1200 konnte an 5 Exemplaren von interessierten Besuchern ausgiebig getestet werden.

Technics SL-DZ 1200

Schon lange angekündigt konnten die meisten Leute das neue Flagschiff von Technics in Sachen CD-DJing endlich sehen. Kompakt gebaut, in silber und wieder mit dem typischen Technics Minimal-Design wollte wohl jeder einmal den Player ausprobieren.

Schon sofort fiel die sich bewegende Scheibe auf die sich auf dem CD-Player drehte. Für alle die es noch nicht vorher gelesen hatten, das Handling fühlte sich an wie beim SL-1210 Turntable. Kein Wunder unter dem Player schlummert der original Motor des Turntables und lässt so ein sehr authentisches Turntable-Gefühl entstehen. Die Bedienung des Player ist sehr intuitiv und bedarf wenig Erklärung. Alle mittlerweile zum Standard gehörenden CD-Player Funktionen sind vorhanden und auf dem Display in der Mitte der drehenden Scheibe bekommt man alle Informationen über die gerade laufenden CD.
Der Kampf um den CD Player Markt zwischen den Neueinsteigern Technics und dem bis jetzt Marktführer Pioneer ist eröffnet. Gleichermassen wird es auch ein Kampf der Techniken werden. Während Pioneer auf das verschleissarme nicht dauerhaft drehende Jog-Wheel setzt, bleibt Technics klassisch im Stil des Turntables. Welche Technik sich auf dem Markt durchsetzen wird, wird die Zukunft entscheiden.
Mehr dazu auf der Seite >> "DJing Trends"

Behringer

Behringer präsentierte sich zusammen mit dem Deejayladen und hatte natürlich den Konkurenten zu Pioneers DJM dabei. Die DJX Serie ist schon designmässig sehr stark an die Pioneer Mischpulte angelehnt und auch im Aufbau lässt sich Pioneers Erfolgsmischpult erkennen.

Behringer DJX 700/400

Features hat das Behringer Mischpult eine Menge zu bieten. Auch eine Effekteinheit und das Behringer System "XPQ Stereo Surround" beherschen die Mischpulte. Leider ist die Verarbeitung der Fader und der Potis nicht wirklich in einer Klasse mit den Pioneer Mischern und da steckt dann wohl auch der doch sehr grosse Unterschied im Preis. Nichts desto trotz ist die DJX Serie ein gutes Mischpult zu einem angemessenem Preis.
Die DJX Reihe gibt es in zwei Ausführungen. Einmal das kleine zwei Kanal Mischpult DJX 400 und das grosse 5 Kanal Mischpult DX 700. Das DX 700 verfügt weiterhin über ein Effekteinheit mit 47 Effekt Presets. Die Steuerung der Effekte erfolgt wie Pioneer üblich über einen Regler zur Auswahl und einen zur Parameter-Einstellung der Effekte.
Beide Mischpulte die wohl als Billigkonkurenz zu Pioneer angetreten sind, sind für den privaten Einsatz sehr gut geeignet, aber für den Clubeinsatz sollten doch die qualitativ besseren Pioneer Mischpulte gewählt werden.

Rane / Allen & Heath

Die beiden Hersteller Rane und Allen & Heath teilten sich einen kleinen Stand präsentierten Ihre Mischpult und Rane den Konkurenten zu Stantons Final Scratch.

Serato Scratch Live

Serato Scratch Live ist eine Software/Hardware Lösung um digitale Audioformate mit voller Kontrolle über Turntables abzuspielen. Vergleichbar mit dem Final Scratch System von Stanton.
Genauso wie bei Stanton wird das ganze von einer Kombination aus Software und Hardware Steuerung realisiert. Die Turntables werden über eine Box angeschlossen die gleichzeitig am Mischpult sowie am PC angeschlossen ist. Für die Turntables gibt es spezielle Platten die mit Timecode Informationen versehen sind. Das heisst das sich anhand der Position der Nadel auf den Platten die Software automatisch den Punkt im laufenden Track paralel zur Platte sucht.
Die Software ist für Windows XP und MAC OS X verfügbar und hat viele Funktionen die vergleichbar sind mit dem Funktionsumfang des Traktor DJ / Stanton Final Scratch Paketes.

Allen & Health Xone:92

Mit dem Xone:92 hat Allen & Health ein Mischpult gebaut, was sich durch verschiedenste Features von den anderen Herstellern abhebt. Erstmal ist das Mischpult mit einem Club-Mixer unüblichem 4-Band EQ ausgestattet. Dann bietet Allen & Health eine MIDI Schnittstellen sowie erweiterte Effekt Funktionen über moduliertbare Oszillatoren.
Ausgestattet mit hochwertigen Penny&Giles Crossfadern, die vollständig einstellbar sind und von ganz scharf auf sehr smooth umstellbar sind, eignet sich das Mischpult für fast jeden Einsatzbereich.
Die Verarbeitung ist absolut top, was das Mischpult zu einem sehr proffessionellem Tool macht.

[pagebreak]

Producing-Technik


Korg

Der Hersteller Korg präsentierte auf dem DJ-Meeting die Electribe Serie die ja gerade erst in einer neuen Version erschienen ist und auch weitere Geräte aus dem Korg Sortiment. Neben dem neusten Kaos Pad konnte man z.B. auch den wohl kleinsten Korg Synthie, den MicroKorg testen.

Korg Electribe Serie

Die Korg Electribe Serie besteht aus zwei Elementen. Eine dieser Elemente sind die Music Production / Sampler Geräte und zum anderen die Rhytm/Analog Modelling Synthesizer.

Music Production/Sampler

Mit den beiden Modellen Electribe MX und SX hat Korg ein samplerbasiertes Music Production Sytem entwickelt auf Basis analoger Röhren. Im Gegensatz zu Software Synthesizern bieten Geräte mit Röhren einen viel volleren warmen Sound, dadurch wird die Electribe Serie zu einem sehr starken Live Tool. Durch eine BPM Anzeige und Anpassung an die BPM Anpassung des Eingangssignals geht Korg ganz klar in die Linie der "Producing DJ´s" und ermöglicht einfaches Verbinden von DJ-Equipment und Electribe zu einem System.

Rhytm/Analog Modelling Synthesizer

Die beiden Modelle mit den Bezeichnungen A-mkII und R-mkII sind schon längst Kult und gehen als mkII in eine neue Designlinie im stylischen Metallgehäuse. Dabei sind die Electribe Geräte schon lange keine reinen Drum Computer mehr. Hier schlummert ein moddelling basierter Synthesizer, der alle möglichen Arten von Tonvariationen erlaubt. Es lassen sich sehr leicht komplexe Beats und Patterns zusammenbauen und diese per Effekte Sektion bearbeiten. Auch hier geht Korg den für die Gesamtserie eingeschlagenen Weg "producing DJ" und lässt auch hier den electribe mit einem Beat eines Eingangsgerätes zusammenarbeiten.

Roland

Direkt über Rolands Messestand stand ganz gross „we design the future”, dass lies auf viel Innovation von einem der wohl bekanntesten Hersteller in der Geschichte der elektronischen Musik schliessen.

Enttäuscht wurde man auf jeden Fall nicht. Dicht an dicht drängten sich die Besucher um einen der vielen Synthies, wie dem V-Synth oder auch die Grooveboxen vom Typ MC-909 auszuprobieren. Etwas einzeln Stand da noch wohl das Hightlight des Stand von Roland. Das MV-8000 Production Studio ist komplettes Studio mit allem was zum Produzieren nötig ist, als Stand-Alone Gerät.

Roland MV-8000 Production Studio



Auf dem ersten Blick fällt einem direkt der Akai MPC ähnliche Aufbau auf. Jedoch befindet sich auf dem Roland Gerät viel mehr Knöpfe und Potis. Die Bezeichnung „Production Studio" trägt diese Maschine nicht zu unrecht, von der Produktion bis zum Mastern und ausgeben auf einer CD ist alles in diesem Gerät vereint.

Das Gerät kann als komplette Stand-Alone Lösung zur Musikproduktion genutzt werden. Dabei liegt der Preis laut Roland im Bereich von ca. 2300 €. Mit solchen Preisen wird Hardware im gegensatz zu den allbekannten und beliebten Software Sequencern/Programmen auch preislich wieder sehr interessant.

Optional lässt sich auch eine Schnittstellenkarte nachrüsten, mit der man direkt einen Monitor an das Gerät anschalten kann und in einer Cubase ähnlichen Umgebung die Spuren bearbeiten und arrangieren kann. Das Model ist gesondert von Roland erhältlich und ermöglicht auch eine Maus anzuschliessen. Dadurch lässt sich die vollständige Funktionalität in Verbindung mit dem Grundgerät erreichen.

Roland MC 909

Ein würdiger Nachfolger zu sehr erfolgreichen Grooveboxen mit Namen wie MC 303 oder MC 505 ist wohl Rolands Flagschiff in dem Bereich. Die MC 909 "Sampling Groovebox" vereint klassische und erfolgreiche Featueres der Vorgängermodelle mit vielen neuen Vorzuegen.

Die MC 909 ist nicht mehr einfach nur eine Groovebox mit Samling Funktion sondern bietet Funktionen in Richtung "Music Production Studio". Mit Features wie einem USB Port ist es auf jeden Fall modernen Produktionsbedingungen in Studios angepasst und lässt sich so in die vorhandene Software Umgebung einbringen.

Auch für zukünftige Anwendungen wie das Vjing ist die Groovebox vorbereit und in Verbindung mit anderen Geräten lassen sich Sound und Video nahtlos verschmelzen.

[pagebreak]

DJing-Trends

DJ-CD Player

Einer der wohl grössten Trends zur Zeit sind die DJ-CD Spieler die immer beliebter werden. Hat sich doch still und leise Pioneer über Jahre den Posten als Standard CD Spieler in den meisten Clubs neben den 1210ern erarbeitet so kommen jetzt mehr und mehr Hersteller mit Modellen speziell für DJ´s auf dem Markt.

Ein Rückblick:
Die Zeiten als CD-Spieler nur was für Hochzeits- und Festzelt DJ´s waren sind vorbei. Damals gab es für jene Zielgruppe einen Vorteil, das Medium ist kompakt, die Player sind kompakt und CD´s bekommt man an jeder Ecke.
CD-Player kamen in der Club-Music aber nicht in Frage, da die Möglichkeiten den Track zu manipulieren und gezielt vor und zurückzuspulen mehr als beschränkt waren. Aus einer Taste zum schnellen Vorlaufen entwickelte sich mit der Zeit ein Rad um das ganze ein wenig zu steuern. Dann wurde das Rad in der Funktionalität angepasst an die Möglichkeiten eines Turntables und es wurden spezielle DJ-CD Player entwickelt. Die dann doch schon ein wenig Club-Musik tauglich waren.



Der erste wirklich dafür brauchbare wurde dann auch zum ersten Club-Standard. Pioneer CD-J 100, auf jeden Fall brauchbar und gerade frisch produzierte Sachen auf CD mal im Club anzutesten. Pioneer hat einiges an Innovation in den Bereich gebracht und baute immer bessere Modelle, die auch mittlerweile Turntable Funktionen haben, nur an ein entscheidender Unterschied zum Turntable bleibt. Die Scheibe zur Steuerung dreht sich nicht wie ein klassiches Turntable. Pioneer hat seit beginn der CD-J Serie daran festgehalten und bleibt dem auch treu. Mittlerweile hat Pioneer sich mit immer neuen Innovationen zum Marktführer des Sektors hochgearbeitet und hat klassische CD-Player Marken wie z.B. Denon überholt.


2004, wohl das Jahr der CD-DJ´s:
Neben Pioneer ist auch einem anderen Hersteller von DJ-Equipment der Markt nicht entgangen. Nach langen Vorankündigungen hat auch Technics jetzt einen Player für CD´s entwickelt. Unterschied zu Konkurent Pioneer der auf die starre Scheibe setzt, im Technics Player wird das bis jetzt beste Vinyl-Gefühl umgesetzt. Im inneren des Players schlummert der Original Turntable Motor und die Scheibe dreht sich die ganze Zeit. Noch nie war ein CD - DJ so nah am Gefühl eines Turntables.
Neben den beiden Weltmarken haben diverse andere Hersteller natürlich auch angefangen Ihre Player rauszubringen. Dabei ist es sehr gemischt welchen Weg diese Hersteller gehen.

Die Zukunft:
In der Zukunft muss sich erstmal zeigen was die Leute wirklich haben wollen. Welche Philosophie wird sich durchsetzen... dreht sich die Scheibe wie die CD? Oder bleibt sie starr stehen und wird nur zur Manipulation bewegt. Wird CD das Format der Zukunft sein oder werden alternativen wie das VJing, für das ja auch schon dementsprechende Player verfügbar sind die Zukunft sein mit DVD und anderen noch effizieneteren Medien.
Wird Technics gegen die Marktanteile von Pioneer mit der alternativen Tehnik ankommen, will die neue Generation DJ´s das überhaupt und wenn nicht, die Turntable Generation wird wohl kaum auf CD´s umrüsten.

Virtuelles Turntable

Eine andere zeitgenössische Art der Musikwiedergabe ist das allseits beliebte MP3 Format. Nicht nur das es sich im mittlerweile musiktechnisch bedeutungsvollen Internet aufgrund geringer Dateigrösser einer grossen Beliebtheit erfreut.
Dafür das MP3 für DJ´s interesant wurden hat wohl auch das Software-Tool Traktor DJ gesorgt. Stanton ging einen Schritt weiter und verband Traktor mit richtigen Turntables zu einem System MP3 authentisch aufzulegen. Das ist schon was her und wird auch angenommen. Nun bringen Rane und Serato auch ein System auf dem Markt.

Das "virtuelle Turntable" ist wohl in den letzten zwei Jahren immer mehr zum festen Bestandteil des DJ-Technik Repertoires geworden und es ist kein Trend abzusehen, dass die Leute davon weggehen oder diese Technik nicht akzeptiert haben.

Effektgeräte und Mischpulte mit Effektegeräten

Wer kennt Ihn nicht, den Flanger Effekt, egal welcher Style oder welche Richtung hört man sich ein paar Mixtapes an wird man automatisch den Flager Effekt in mindestens einem der Tapes finden.
Zusammen mit dem Quasi Club-Standard Mischpult DJM-500 haben sich Effekte wohl auch irgendwie zu anerkannten Hilfsmitteln des DJ´s entwikelt.

Dabei haben sich die Möglichkeiten seit dem mehr als erweitert. Die erste Stufe waren Effektgeräte optimiert für den DJ-Einsatz. Korg´s Kaos Pad war da nur eines dieser Geräte. Mittlerweile haben sowohl externe Geräte als auch integrierte Effektgeräte in Mischpulten viel mehr zu bieten als ein paar Effekte.

Pioneer verbindet das ganze mit einem Battlemixer, Ecler und Allen & Health wollen das der Benutzer seine Effekte selber programmiert, Korg lässt sein Kaos Pad in Mischpulte einbauen.

Hier ist noch einiges möglich um die Kreativität der DJ´s zu erweitern. Mal sehen was die Zukunft so bringt.

Mehr Fotos vom DJ-Meeting findet Ihr hier:



Mehr Infos zum DJ-Meeting findet Ihr auf:
www.dj-meeting.de
Es fehlt was oder einige Deiner Fragen werden in diesem Artikel nicht beantwortet? Dann nehme einfach Kontakt mit der DJNETZ-Redaktion auf und teile Dein Anliegen mit oder geh ins DJNETZ-Forum und diskutiere darüber.


© Copyright by DJNETZ