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Mayday 2004 - Team X-Treme
Kategorie : Party- & Eventreviews
Veröffentlicht von Sidewinder am 01.06.2002

Mayday 2004 "Team X-Treme"

Date: 30.04.2004
Location: Westfalenhallen Dortmund

Review

Auch in diesem Jahr luden Westbam und Konsorten zum Tanz in den Mai in die Dortmunder Westfalenhallen ein. Unter dem Motto „Team X-Treme“ startete die 19. Mayday in Deutschland.
Die Preise sind stabil geblieben und mit 43 Euro + VVK war man einer der glücklichen Teilnehmer.
Schätzungsweise 20000-25000 zahlten bereitwillig und erhielten Zugang zur sicherlich größten Maiveranstaltung Deutschlands.

Der Startschuß viel um ca. 18 Uhr und es begann ein Line-Up das sich weltweit wieder einmal sehen lassen konnte.
Neben Stamm DJs wie Westbam, Takkyu Ishino oder auch Chris Liebing waren ebenfalls Top Acts wie Lexy & K-Paul, Tok Tok inklusive Gastauftritt von Nena, Paul van Dyk, Alexander Kowalski, Dave Clarke, Agoria, Marc Spoon, Karotte, Marco Bailey und Tomcraft in der Haupthalle vertreten. Zum Stimmungswechsel wurden wie immer 2 weitere Hallen geboten die natürlich von nicht minder bekannten Persönlichkeiten beschallt wurden. So sorgte in Halle 2 nicht nur Tom Novy und Mogwai für eine kleine Massenhysterie, sondern auch die Disco Boys, DJ Taucher, Ferry Corsten, Mike Litt, Senad, Tillmann Uhrmacher und Timo Maas.
Last but not least gab es noch Halle 3. Und was tut man um eine Halle die ganz am Ende liegt zu füllen? Man lässt einen Jeff Mills mal eben 2,5 Stunden ein Set zum Besten geben.
Bei Betreten der Halle, spielten noch die 2 Jungs von Röyksopp (für Halle 3 standen u. a. noch Gunjah, Hardy Hard, Kid Alex und Superpitcher auf der Bühne) ihr Set und ließen Jimmy Sommerville sein altbekanntes „Don´t leave me this way“ aus den Boxen schallern. Mr Mills änderte dann aber ganz schnell die Abdriftung in den 80er Bereich und hypnotisierte die Menge wieder mal mit tribalhaften und rascheligen Tracks. Pure Techno!

Leider blieb nicht viel Zeit diesem Altmeister zu lauschen denn in Halle 1 bereiteten sich die Members of Mayday zu ihrem obligatorischem Act vor. Eine 20-minütige Reise durch einige Hymnen und abschließend die neue Hymne „Team X-Treme“.

Und danach kam der Mann der für mich das Set des Abends gezaubert hat - Dave Clarke. Dave Clarke genießt seit Anbeginn meiner Musikleidenschaft meine vollste Bewunderung. Großartige Tracks und starke Sets. Und auch in dieser Nacht bot er der Partymenge ein 60-minütiges Set aus straight hartem Techno, untersetzt mit einer Portion Funk, schnellem Mixen und vielen Spielereien und Effekten des Pioneer Mixers.

Das soll natürlich nicht heißen das alle anderen Acts Nebensache waren....nicht doch.
Große Aufmerksamkeit durch Presse und Publikum hatten natürlich Tok Tok in Begleitung von Nena. Tok Tok starteten wie immer elektronisch hart aber funky und ließen Nena noch im Hintergrund. Als Nena dann die Bühne betrat, tobte die Halle und man gab den aktuellen Hit „xxx“. Als abschließenden Gimmick kam sogar Westbam auf die Bühne und performte zusammen mit Nena und Tok Tok den Song „Oldskool Baby“. Natürlich ein Fest für die Menge.

Der Stimmungsact des Abends waren jedoch sicherlich Lexy & K-Paul die neben dem zurückliegendem Hit „Dancin“ auch das neue Werk „Love me baby“ präsentierten (was auch mit Abstand einer der meißt gespielten Tracks des Abends war).
Komplett mit großer Flagge, T-Shirts werfen und Luftballons machten sie die Menge richtig heiß.Der heimliche Sieger meiner Meinung nach war jedoch Zombie Nation, der es schaffte mit nur ca. 2 Minuten eine ganze Halle zum „Beben“ zu kriegen. Angefangen mit sehr verwirrendem Soundspektakel, viel Stroboskopblitzerei und Rauch, hohen und fiesen Tönen kam dann doch zum Schluß noch der Kracher „Kernkraft 400“.

Und natürlich zur Freude aller!
Das Folgeset wurde von Chris Liebing bestritten, welcher sofort jubelnd von der Menge begrüßt wurde. Leider muss ich hier gestehen, waren wir fast gezwungen die Veranstaltung zu verlassen. Einer unserer Begleiter musste doch tatsächlich am heiligen 1. Mai noch arbeiten.

Um das ganze Revue passieren zu lassen:Auch in diesem Jahr präsentierte man den Gästen wieder eine mittlerweile bis ins kleinste Detail perfektionierte Veranstaltung.

Grandiose DJs und Acts begleitet von einer großen Lichtshow. Der Eintrittspreis ist seit Jahren mehr oder weniger gleich geblieben und die Preise der Getränke lagen im Schnitt bei 3 Euro.

Das Publikum war gemischten Alters, überwiegend im 20er Bereich.
Anhand der Autokennzeichen sah man das viele Besucher eine lange Reise auf sich genommen hatten. Nicht nur aus allen Teilen Deutschlands sondern auch aus Polen, Belgien, den Niederlanden und sogar Schweden war darunter.

Der Style neigt immer noch zu flippig bunt. Haare in allen Farben, Kleidung in allen Formen. Und auch der Trend der leuchtenden Gegenstände in allen Varianten ist immer noch zu sehen.

Leider muss man jedoch sagen das verglichen mit den Jahren zuvor, das Benehmen immer mehr in den Keller geht. Man lässt seinen Müll überall liegen trotz Mülleimer, versaut die Toiletten bis aufs letzte, rempelt Leute an ohne sich zu entschuldigen.
Nicht unschuldig an solch Benehmen sind sicherlich die Massen an Drogen, die sichtlich an den Augen vieler konsumiert worden sind. Manche werden es leider nie verstehen...

Alles in allem jedoch eine gute Party mit lauter Musik und viel Spaß, sodass ich sagen muss.

„Wir sehen uns in 2005“
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