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Europe 2 Live (Paris)
Kategorie : Party- & Eventreviews
Review
Bei prächtigem Wetter mit fast 30 Grad selbst am Abend und nach relativ kurzer Zugfahrt (Ich mag das Pariser Zug/Metro-System, zumindest solange ich nicht im Berufsverkehr da rein muss :D) war das Zenith recht schnell gefunden. An dieser Stelle sei jedem Paristouristen oder -bewohner die Cite de la musique empfohlen - angeschlossen an einen schönen Park und ein Open air Kino kann man doch den ein oder anderen netten Abend dort verbringen.
Das Zenith selber ist eine recht nette Halle mit ausreichend Kapazität für Indoor-Events aller Art, und die Akkustik stimmte auch. In Bühnennähe herrschten sogar recht angenehme Temparaturen. Dem Zenith muss man auch äußerst faire Getränkepreise zu Gute halten - 3 Euro für eine 0,33er Coke oder 4 Euro für ein Bier ist in Pariser Clubs nicht gerade Gang und Gäbe.
Die Bands waren wie schon angekündigt recht interessant. Den Anfang machte kurz nach 20 Uhr die Schottin KT Tunstall mit ihrer Band. Ein guter Einstieg in den Abend, ziemlich gefällige Rockmusik die man sich durchaus anhören konnte - wer Musik mit Gitarren mag sollte mal reinhören.
Nach ca. 1 Stunde hat die Band dann für den zweiten Act die Bühne geräumt. Anaïs Croze ist recht... interresant. In Frankreich scheinbar sogar berühmt. Der Musikstil ist in der tat sehr... exzentrisch. Eines Vorweg: Die Stimme der Dame ist über jeden Zweifel erhaben und umspannt einen ziemlich großen Bereich - von "weiblich hohen" tönen bis zu Grunzern die eher an skandinavische Black Metal Bands erinnern ist alles dabei, dazu dann noch eine Immitation eines Dudelsacks - Larvell Jones von der Police Academy wäre neidisch. Aber wie man sich aufgrund der Beschreibung denken kann ist die Musik doch recht merkwürdig. Es ist eher als Performance anzusehen. Mein Fall war es auf jeden Fall nicht.
Um kurz vor 22 Uhr war es dann Zeit für den Mainevent: Massive Attack. Hier ist dann auch mal die "Lightshow" zur Geltung gekommen und sie hat den Auftritt ziemlich nett untermauert. Gespielt wurden neben einigen Klassikern (Unfinished Sympathy oder Safe from Harm) vor allem Songs von den letzten beiden Alben "Mezzazine" und "100th Window". Die Atmosphäre hatte schon einiges für sich - egal ob die Beleuchtung bei Save from Harm dezent blaues Licht spendete oder Botschaften über eine Laufschrift vermittelte oder ob sie bei einigen Songs die heftig Gebrauch der Gitarre machte dezent-aggresive Impulse setzte. Leider war auch Massive Attach nur ca. 75 Minuten auf der Bühne, aber das mit einer guten Show.
Festzuhalten bleibt das es vor allem ein Radio-Event war - die Lichteffekte waren recht minimal, die Auftritte eher kurz, und die Bands recht interessant gemischt. Trotzdem war es ein netter Abend und ich werde wohl nächstes Jahr wieder mal reinschauen. Bis dahin werde ich hoffentlich bessere Bilder mit der Digicam machen, einige waren doch sehr dunkel und verwackelt :D
Mehr zum Thema im DJNETZ: written by MStum
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