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Herkunft des DJing
Kategorie : History of Music
Veröffentlicht von Sidewinder am 22.03.2005
Ganz weit zurück wurde Musik ausschliesslich live gespielt, alleine schon aus dem Grund das es zu der Zeit keinerlei Tonträger gab. Musik musste live gespielt werden.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann jedoch Abhilfe geschaffen, durch technische Errungenschaften konnte man Töne und Musik auf ein Medium bringen und es immer wieder abspielen. Zwar anfangs in schlechter Qualtität und mit hohem Aufwand aber immerhin. Die Qualität wurde mit der Zeit dann stetig besser und jeder hatte seine Musik zu Hause. Jeder konnte seine Musik zu jederzeit hören. Jedoch fehlte etwas an der Musik es war nicht live. Im gleichen Zug stieg die Wertschätzung von Live-Musik stark an. Bands brachten Konzerthallen zum füllen und in den Nightclubs wurden spezielles Personal eingestellt. Sie selektierten die Musik die hintereinander gespielt wurde und arrangierten mehrere einzelne Stücke zu einem mit Ihrer persönlichem Note versehen Gesamtwerk.

Die Selektoren verstanden es immer besser der auf Vinyl gepressten Musik eine Seele einzuhauchen, die es sonst nur in einem Live-Auftritt gab. Und durch innovative Techniken vermischten sie nach und nach einzelne Tracks immer intensiver zu einem Set.

 dj_oldschool Von den heutigen Möglichkeiten her gesehen, wirken die Techniken der damaligen DJ´s sehr einfach und langweilig und so haben sich die Fertigkeiten des DJ´s im Laufe der Zeit immer wieder verändert und erweitert. Anfang der 80er Jahre nam das DJing einen besonderen Stellenwert an indem basierend auf der DJ-Kultur neue Musikrichtungen entstanden wie z.B. Hip Hop.

Anfang der 90er dann stiegen die technischen Möglichkeiten immens. Auch die grundsätzlichen Möglichkeiten wurden stark erweitert. Jahrelang konnte man Dj-technisch nur auf die Vinyl-Schallplatte zurückgreifen, aber durch erweiterte CD-Spieler und digitale Audio-Prozessoren speziell für den DJ-Einsatz wurde die CD und eine Menge von Effekten zum häufigen Einsatzmittel des modernen DJ´s.

Um die Jahrtausend-Wende wurden dann erstmal vollständig digitale DJ-Lösungen etabliert. Durch das Internet und die Verbreitung von digitalen Audio-Formaten in der Bevölkerung wurde auch diese Art des Djing sehr populär. Daran hat gerade die leichte Verfügbarkeit und der technisch sehr stark weiterentwickelte Stand der PC-Technik einen grossen Anteil.

Die Meinungen über die Art des Djings im 21. Jahrhundert gehen sehr weit auseinander, einerseits werden die klassichen Plattenspieler und einfachste Mischpulte verwendet. Andererseits findet in viele Musikrichtungen eine hochtechnisierte neue Art des Djings Einzug. Die zukünftige Entwicklung kann nur die Zeit zeigen.

musikalische Evolution: "Die Zeiten ändern sich, die Menschen ändern sich, die DJs ändern sich, die Musik und die Clubs ändert sich!"

Choose your Destiny...

In den letzten Jahren hat sich die Art des DJing immer mehr in Richtung "Du spielt diese Musik, also legst Du in dieser Technik auf" verändert. Es haben sich feste Regeln und Regelungen etabliert die je nach Musikrichtung nicht nur die Techniken sondern auch das Handling der Hardware und auch die Hardware selber bestimmen.

So ist es gerade in der House und Techno Szene ein mehr oder weniger muss, die Platten beatsynchron in einen kontinuierlichen Rhytmus zu bringen. Dieser Rhytmus bildet die Basis eines DJ-Sets und wird im Normalfall fast das ganze Set bestand haben. Durch verschiedenste rhythmische Elemente wird durch den DJ dann das ganze Set gesteuert.

Im Hip-Hop dagegen darf es ruhig mal eine Rhytmus-Veränderung sein. Hier wird auch noch mehr auf Basis der alten in den 70er und frühen 80er Jahren entwickelte Cutting-Techniken gesetzt. Die Beatstruktur von Hip Hop bietet dafür im allgemeine Ideale Vorraussetzungen um einem Set trotz eines fehlenden kontinuierlichen Beats aufbauend zu gestalten.

In anderen Sub-Szenen z.B. der Goa Szene wird oftmals schon seit Jahren mit CD-Playern gemixt und hat sich als Szene Standard etabliert.
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