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Infos > Artists, Labels & Projekte > Projekte > DJNETZ goes London
DJNETZ goes London
Veröffentlicht von Sidewinder am 01.06.2002 (2997 x gelesen)
Ein Zusammenfassung über einen Kurztripp in DIE britische Musikmetropole vom 15. bis 16. Januar.
Lange geplant und überlegt einmal Clubbing in einem der grossen Zentren der Musik zu erleben. Nicht nur wegen der derzeit günstigen Flugpreise sondern auch wegen des "mal gesehen haben", haben wir London ausgewählt. Im Dezember gebucht alles vorbereitet, Clubtickets online besorgt (was ¨brigens wohl in UK so üblich zu sein scheint) und dann am morgen des 15. Januar zum Flughafen Niederrhein in Weeze.

Samstag 15.01.2005 07:00 GMT +1 - Leaving Germany

Wie fühlt man sich wohl an einem Samstag morgen wenn man ganz schön früh aufstehen muss. Naja das legt sich dann recht schnell und nach einer doch sehr angenehmen und störungsfreien Anreise zum Flughafen. Am Flughafen selbst konnten wir uns unter einige London-Touris mischen die sich London wohl des Shoppings und der Historie wegen anschauen wollten. Von vornherein war uns bewusst das es verdammt hart werden würde, alleine unser Vorhaben kein Hotel zu nehmen einfach durchzumachen und mal eben so Sonntag morgen übernächtigt zurückzufliegen war schon recht hart.

Samstag 15.01.2005 10:00 Uhr GMT London, Airport Stantsed - Welcome to London:

Nach einem kurzen und doch recht angenehmen Flug konnten wir dann den ersten Eindruck von London erleben. Hmm wie soll man sagen, London Stantsed war noch nicht wirklich das Innere der Metropole. Wohl informiert darüber wussten wir sogar welcher Bus uns ins Herz der Hauptstadt des britischen Königreichs führte. Also ab in den Bus und eine Stunde quer durch verreckte und verdrecke Vororte ab in die Innenstadt. Irgendwie hat sich da aber auch nicht viel an dem Zustand mit dem Schmutz geändert.

Samstag 15.01.2005 12:00 Uhr GMT London, Viktoria Station - Vorbereitungen für den Abend
Um uns unangenehmes Suchen im abendlichen London zu ersparen haben wir es vorgezogen erstmal das Pache bei Tageslicht zu suchen. Direkt an der Viktoria Station sollte es sein und wir liefen ziellos durch die Strassen bis uns dann auffiel, dass wir eigentlich nur einmal den Busbahnhof an der "Viktoria Station" überqueren mussten.. Direkt gegenüber der "Viktoria Station" ragte ein grosses aber doch ein wenig unauffälliges Pacha London Banner an der Fasade, darunter ein geschlossenes Tor.

London, Innenstadt 15:00 Uhr GMT - Inner City Life

Gut für den Abend vorbereitet haben wir uns dann auf in Richtung Innenstadt aufgemacht welche wir nach einem ganz schönen Fussmarsch erreicht haben. Auf dem Weg dorthin sind wir natürlich an verschiedensten Gebäuden mit mehr oder weniger grossem geschichtlichen Wert vorbeigekommen, aber im Gegensatz zu vielen der dort nicht zu übersehenden Touristen waren wir ja nicht nach London gekommen um alte Gemäuer zu bestaunen. Natürlich sind uns ein paar Geflogenheiten sofort aufgefallen:

// Londoner Bürger sowie die Stadt hält wohl nichts von Mülleimern. Auf 1000 Einwohner fällt so ungefähr ein öffentlicher Mülleimer. Naja vielleicht bauen die Bürger sich deswegen eigene auf der Strasse wo dann ganze Strassenzüge Ihren Abfall entsorgen.
// Touristen können ganz schön penetrant sein und auch die Begleiterscheinungen des Tourismus.
// Man sollte sich was zu Essen mitbringen. Es sei denn man will die lokalen Köstlichkeiten auf sich zu kommen lassen oder eine der üblichen Fast-Food Ketten zur Rate ziehen.

Samstag 15.01.2005 23:00 Uhr GMT London, Pacha - Nightlife

Wie auch sonst sollte es laufen, vorher alles schön mit dem Pacha bzw. so wie es heutzutage ja eher "in" ist mit der Marketing-Agentur des Pacha Plätze für eine Gästeliste am Abend bestätigt, natürlich Chaos pur.
Unser Glück, wir hatten alles schön vorher geplant und das Pacha frühzeitig angeschrieben und bekamen natürlich schon zwei Tage vor Abflug eine Antwort auf unsere Anfrage.
Also hatten wir auch schon reguläre Karten gekauft, ein Glück wie sich später rausstellte als man dann keinen Bock mehr auf den üblichen Gästelisten-Streß hatte haben wir den Club dann über die regulären Karten betreten und nach ein wenig Diskussion ging das doch dann recht fix.

Clubbing in London:
Selbst in einem gehobeneren Club so kann man ja das Pacha selbst durchaus bezeichnen ist alles anders als wir es hier in Deutschland gewohnt sind. Das ist nicht negativ gemeint sondern eher positiv. Die ganze Atmosphäre ist offener als in Deutschland. Es wird nicht so geschaut was einer ist oder wie jemand aussieht alle feiern zusammen. Das schlägt sich auch auf die Stimmung nieder. Die Leute feiern und es macht mehr Spass zu feiern.

Die Musik:
Hmm nehmen wir DJ "numero uno" ein typischer Vertreter der englischen aktuellen Clubmusik. Vermutlich bei Defected im Promo Pool hat er sich zur Aufgabe gemacht alle seine verfügbaren Defected Platten hintereinander gereiht als Mixtape zu präsentieren. Ein wenig Abwechslung wäre da nicht schlecht zumal man fast jeden Track auswendig kannte. Dabei fiel uns aber auch auf, dass das englische Publikum weitaus weniger anspruchsvoll ist. Ich glaube in Deutschland hätten nicht so viele Leute dazu getanzt und gefeiert.
Dann übernahm ein zweiter DJ, dieser spielte schon abwechslungsreicher und motivierter und konnte die Menschen noch mehr zum Tanzen bewegen.
Gegen 01:30 Uhr GMT kam dann "Marshall Jefferson", der sich ja auch selbst immer gerne als "Godfather" der House-Music beschreibt. Hmm da gleiche wird dann immer auf den Flyern auch noch so übernommen. Aber ich weiss ja nicht... Marshall Jefferson im weiteren Verlauf nur noch der Godfather genannt spielte ein 0815 Godfather Set mit 80% Anteil seiner Standard Godfather of House Platten die man immer wieder in jedem Mixtape und Live Auftritt hört. Naja zumindenst in den Beispielen die mir aus neuerer Zeit vorliegen.
Sorry aber für einen Godfather zu wenig. Definitiv.
Aber nicht destotrotz konnte man doch noch recht gut feiern und so einige Klassiker hört man doch gern, z.B. wenn die gute Jocelyn Brown zu "Ain´t No Mountin High, ain´t no River low, ain´t no Valley high enough ... " ansetzt dann vergisst man das sonstige Programm schonmal sehr schnell .
War dannn auch absolut mein Track des Abends...
Nachdem dann der Godfather sein Programm durchgezogen hatte, leider muss man das wohl so bezeichnen ... kamen dann ein weiterer Dj der sich doch direkt fullminant ankündigte, hart spielte und auf jeden Fall einiges an Interaktivität in sein Set brachte.
Zu Marshall Jefferson fällt mir dann noch ein, vielleicht sollte man etwas nicht bis zum Verrecken durchziehen und auch mal aufhören wenns am schönsten ist.

Sonnntag, 16.01.2005 07:00 Uhr GMT London, Viktoria Station - Ausklang

Nachdem wir dann lieber zum letzten DJ gar nichts mehr sagen werden, so viel falsch machen kann man so gut wie gar nicht haben wir und dann in Richtung Viktoria Station aufgemacht um stilgerecht zu frühstücken.

Stilgerecht frühstücken
Vor einem seltsamen Stand am Bahnhof warten bis dieser auf hat, sich gar nicht mal so gut schmeckende Croissants und ähnliches kaufen mit den Rest-Pfund die man ja doch so noch hat und dann wie noch einige andere Besucher des Pachas auf feinen ausgekühlten Metallbänken den frühen Morgen geniessen.

The End

Dann gings wieder zurück zum Flughafen, total durchnächtigt wurde dort auf den Flug gewartet der uns dann in schnellster Zeit wohlbehalten wieder nach "good old germany´ brachte.
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