Veröffentlicht von
Scott am 26.04.2004 (14294 x gelesen)
Turntables sind das Wasser und Brot eines DJ´s und seit Urzeiten treue Geräte, mit denen man sein Vinyl abspielen kann.
Was ist ein Turntable / Plattenspieler?
Bei Turntables wird zwischen zwei Gruppen unterschieden:
- Direktangetrieben
- Riehmenantrieb
Riehmenangetriebene Turntable werden, wie der Name schon sagt, von einem Gummiband (-riehmen) angetrieben, das von einem Motor gedreht wird.
Diese Technik hat gravierende Nachteile:
- Reissen des Gummibandes > Verschleissteil
- indirekte / schlechte Kraftübertragung vom Motor zum Teller
- kaum Drehmoment, weil das Gummi sich dehnen kann
- ebenso auch schlechte Bremseigenschaften für den Teller
- langsame Beschleunigung vom Teller
- nicht zum Scratchen oder für Backspin geeignet
Weil diese Technik immer weniger verbaut wird, werde ich sie in diesem Turntable-Guide auch nicht weiter behandeln.
Direktangetrieben Turntable sind der Stand der Technik und werden schon seit sehr vielen Jahren gebaut. Der bekannteste TT dieser Bauart ist der Technics 1210er.
Bei dieser Technik gibt es folgende Vorteile:
- Keine regulären Verschleissteile
- direkte Kraftübertragung vom Motor zum Teller
- Hohes Drehmoment
- Schnelle, starke Bremseigenschaften vom Teller
- Schnelle Beschleunigung vom Teller
- Zum Scratchen und für Backspin geeignet
Entgegen diesen Vorteilen gibt es keine Nachteile. Es kommt natürlich darauf an, welcher Motor in dem TT verbaut ist.
Turntable - ABC
Der Teller: Der Teller ist umgangssprachlich und bezeichnet die runde Platte, auf der Deine Vinyls abgespielt werden und auf der Deine
Slipmat liegt.
Der Pitch: ...ist ein Fader, ähnlich wie bei den Mixern, der die Geschwindigkeit des Motors steuert. In der Regel zwischen 8-10% schneller und langsamer. Ihn brauchst Du um die Geschwindigkeit der zwei Platten bei einem
Mix anzugleichen.
Der Tonarm: Das ist der Teil am TT an dem Dein
Tonabnehmersystem angeschraubt ist. Dort kannst Du auch die Tonabnehmerhöhe, das
Auflagegewicht des Systems, sowie das
Antiskating verstellen.
Das Auflagegewicht: Das Auflagegewicht ist wichtig für Dein Tonabnehmersystem. Dieses kannst Du an dem runden Gewicht ganz am Ende des Tonarm einstellen. Je weiter das Gewicht ans Ende gedreht ist, umso schwacher liegt die Nadel von Deinem System auf der Platte. Warum Du das Gewicht richtig einstellen solltest, findest Du im
Tutorial: Tonarm justieren.
Das Antiskating: Skating ist das Wegrutschen der Nadel des Systems auch wenn Dein TT gerade steht. Das hat etwas mit den Rotationskräften zu tun, die von dem Teller auf die Nadel einwirken. Antiskating ist die Vorrichtung, meist ein kleiner Drehregler, die Du brauchst, um dem Skating entgegenzuwirken.
Stelle zuerst das Antiskating auf den gleichen Wert wie die Auflagekraft von Deiner Nadel. Sollte der Tonarm trotzdem weggrutschen, justiere ein bischen nach.
Das Slipmat:
Das ist ein Fließmatte die Du zwischen
Teller und Vinyl legst. Sie brauchst Du unbedingt um
scratchen oder
backspinnen zu können, da sie den Reibungswiderstand von Teller und Vinyl enorm verringert. Slipmats gibt es in sehr verschiedenen Designs.
Kauftips
Beim Kauf eines TT solltest Du auf folgende Dinge achten:
- Direktantrieb
- Starker Motor mit viel Drehmoment (wie beim Auto

- Schnelle Beschleunigung auf die Endgeschwindigkeit
- Schwer (wegen Standfestigkeit und Vibrationen)
- Vibrationsdämpfende Füsse
- Max. 10-12% Pitch, weil das Pitchen sonst zu ungenau wird
- gute Verarbeitung
Um die Lebensdauer zu erhöhen und das Aussehen Deines TT zu schonen gibt es sehr gute Cases zu kaufen. Auch eine regelmässige Reinigung der sichtbaren Teile (Deckel, Pitch, Tonarm) ist wichtig.
Plattenspieler

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