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Sidewinder am 01.06.2002 (3382 x gelesen)
Review
Schon bei der Ankunft haben wir, nicht zum ersten mal festgestellt, dass solche Booking scheinbar weniger Leute anlocken als die hiesigen Veranstaltungen. Fürs 3001 war es eigentlich sehr leer und füllte sich mit der Zeit auch nur mäßig.
23:30 Uhr
Die Partynacht wurde erstmal gemütlich angegangen mit den DJ des Vorprogramms. Als wir das 3001 betraten spielte das Jazzanova DJ-Team feinste deepe Klänge. Eine Frage stellt sich?! Darf man von Jazzanova überhaupt von Vorprogramm sprechen. Ich denke definitiv,
nein!.
Also der erste Headliner des Abends brachte mit einem seichten Groove das Publikum zu grossen Teilen nicht ins Schwingen. Für mich unvorstellbar bei dem genialen Sound aber es herscht ja auch normalerweise ein ganze anderer Sound im 3001.
Der Sound war eine Mischung aus verspielten deepen Einflüssen mit einem schönen Jazz- und Nu-Jazz Einfluss... elektronischen Spielereien und einfach einem Groove den es in Düsseldorf lange Zeit nicht mehr gab.
00:00 Uhr
Die deepe Platte runtergefahren, wurde es richtig funky. Der funky Groove war einfach da und fesselte. Genialer Funky Sound aber irgendwie war es wohl immer noch nicht der Sound den das Düsseldorfer Publikum sich von diesem 3001 Abend versprochen hat.
01:00 Uhr
Um dem ganzen teilweise mehr als steifen Publikum auf die Sprünge zu helfen, packte Jazzanova ein wenig härtere Beats aus und siehe das überall regte sich langsam was.Um dem ganzen teilweise mehr als steifen Publikum auf die Sprünge zu helfen, packte Jazzanova ein wenig härtere Beats aus und siehe das überall regte sich langsam was.
Der Grossteil stand jedoch immer noch teilnahmslos herum.
Nach diversen Rhythm Shakern von den Plattentellern war auch mittlerweile Kenny Dope eingetroffen.
01:30 Uhr
Als dann die Plattenspieler gegen 01:30 Uhr zur Seite gestellt wurden und die CD-Player aufgebaut wurde es Zeit für Kenny Dope.
Direkt mit der ersten Platte startete eine Groove der erstmal nicht enden würde...
Man möge ja meinen das Jazzanova der aktuellen Clubbing Generation vielleicht zu slow waren aber nein Kenny Dopes progressive Rhythmen brachten es fertig innerhalb von einer halben Stunde große Teile das Publikum zum "nach Hause gehen" zu motivieren.
Kurz und knapp das Publikum wurde sehr übersichtlich, was aber der Party keinen Abbruch tat.
Ich weiss noch das irgendwann zwischen Everybody Be Somebody und Indias Gesängen zu Love & Happiness das Gehirn sich den Einflüssen einer musikalischen Zeitreise durch die House Geschichte beugen musste und abschaltete.
Kenny Dope spielte ein mehr als abwechslungsreiches, technisch sehr hochwertiges Set... holte aus CD-Playern, Effektgeräten einiges raus und verstand es wie kein anderer den Groove nicht enden zu lassen.
Nach etlichen musikalischen Reisen back in time ins Chicago der späten 80er Jahre bildete Mr. Vs Old Skool beinflusster Sound den Abschluss eines recht kurzens dafür aber sehr guten DJ-Sets.
Das wird in Erinnerung bleiben.
In diesem Sinne...
03:20 Uhr
Wir verlassen das 3001 in Richtung Heimat.

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