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Sidewinder am 01.06.2002 (3818 x gelesen)
Review
Während andere Leute extra nach Frankreich reisen nutzte ich einfach die Gelegenheit das ein Franzose nach Deutschland kommt. Im Rahmen der diesjährigen
c/o pop (
www.c-o-pop.de) war kein geringerer als Laurent Garnier geladen um eines seiner raren Live-Darbietungen zum besten zu geben.
Aus diesem Anlass verschlug es mich also am Donnerstag 23.08.2006 in die Domstadt zu Köln. Schon am Nachmittag reiste ich an um mir auch das Tagesprogramm der c/o pop anzuschauen und um mir schon mal ein Ticket für den Abend zu sichern. Als ich gegen 17:30 Uhr an der Festivalzentrale
RheinTriadem ankam wurde ich dort im Rahmen der dort stattfindenden Showcases schon von feinsten Beats der Gruppe
Festland (
www.festland.tv) empfangen. Live gespielte House-/Pop-Tunes mit Schlagzeug, Gitarre und Sänger. Kam mir doch der Sänger sofort bekannt vor. War Joachim Schaefer doch auch schon beim Deep-House Projekt „Lorenzo“ (
www.lorenzomusic.de) als Sänger beteiligt und hat mir damit einige Wunderbare Events u.a. im Dortmunder „Trinidad“ und der Juicy Beats beschert. Nachdem es um Lorenzo ruhig geworden ist hat er nun mit Festland ein neues Projekt gefunden. Leider habe ich nur die letzten drei Lieder hören dürfen, dann wurden sie durch ein DJ-Set abgelöst.
Dies trieb mich zu einem Gang durch das restliche c/o pop Programm. Im Bereich der
affair präsentierten sich internationale Labels und Vertriebe, Clubs, Künstler & Designer in einer „Messe im Wohnzimmer-Ambiente“. Jeder hatte einen kleinen Raum zur Verfügung den er je nach belieben Gestalten konnte. Im Bereich der Ausstellung
hi fans! präsentierten einige Künstler ihre Arbeiten zum Thema 'Fan'. Besonders beliebt und gut Besucht war natürlich der
Synthesizerpark, in dem legendäre und zum Teil seltene Geräte voll funktionsfähig zum anspielen bereit standen. Etwas enttäuscht war ich von der
m_nus exh_b_t_on des kanadischen Künstlers Matthew Hawtin, assoziiert mit dem Minimal Label M_nus seines Bruders Richie, in der gerade mal ein paar wenige sehr minimal gehaltene Bilder präsentiert wurden. Dagegen sehr interessant war die Präsentation
licht/raum, „In seinen Lichtfotografien spürt Siegbert Heil der Dynamik des Lichts nach, Holger Weddige erforscht mit seiner fantastischen Architektur die Dimension des Raums. Grundlage ihrer künstlerischen Arbeiten sind die von ihrer Firma Heilights produzierten Lichtskulpturen.“ Dann besuchte ich wieder den Bereich der Showcases. Dort spielte
[T]ÉKÉL ein ganz nettes live-Set.
Gegen 22:00 Uhr begab ich mich wieder zur Festivalzentrale zum eigentlichen Grund meines Besuches - Laurent Garnier.
Dell & Flügel, die den Support machen sollten waren leider krankheitsbedingt gecancelt, statt dessen gab es Minimal & Techno Beats vom Plattenteller. Dann bestieg
Laurent Garnier die Bühne. Unterstützt wurde er von
Philippe Nadaud (Saxofon, u.a.) und
Benjamin Rippert (Piano, Keyboard). Laurent begann mit experimentellen Electro/Techno-Beats. Zuerst dachte ich das er im Rahmen der c/o pop ein eher experimentelleres Set abgibt, doch schon beim zweiten Track war klar das es an diesem Abend ein Mix durch alle Stile der elektronischen Musik werden würde. Die von Philippe Nadaud live gespieltem Instrumente gaben während des gesamten Auftritts dem ganzen einen jazzigen-Touche. Schon sehr gut. Danach folgten einige eher düstere Techno Tracks, wohl von seinem letzten Album „The Cloud Making Machine“. Schon jetzt waren die Besucher heftig am feiern. Das steigerte sich exstatisch als Laurent als nächsten Track „The Sound of the big Babou“ ankündigte. Richtig Geil diesen Track live zu sehen. Alle waren heftigst am Feiern. Weiter zeigte Laurent seinen Stilmix an diesem Abend indem er mit einem Drum&Bass Track weitermachte und auch mal wieder ein etwas ruhigeres Stück spielte. Als ob die Stimmung noch nicht auf dem Höhepunkt sei kam dann „The man with the red Face“! Der totale Wahnsinn!!! Was auf seiner Live-DVD „UnreasonableLive“ schon super rüberkommt ist Live einfach noch Wahnsinniger. Das Laurent diesen Track als letzten seines Auftrittes geplant hatte verstehe ich allerdings nicht. Als seine Fans so auf dem Höhepunkt waren ließen sie ihn so natürlich nicht von der Bühne und er musste natürlich noch eine Zugabe geben. Dann war aber wirklich Schluß und der DJ begann wieder mit seinen monotonen Techno-Beats. Auf jeden Fall ein sehr lohnender Besuch und nur jedem zu Empfehlen Laurent Garnier zu Besuchen wenn er mal wieder Live spielt.
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